20.12.2015

E-Portfolios als sinnvoller Weg hin zu einer Digitalisierung von Bildung

Zum Community-Call vom 23.09. des German-Chapter des Europortfolio-Projekts, dass von den KollegInnen aus Österreich gestaltet wurde, möchte ich trotzdem es länger zurückliegt, etwas ausführlicher berichten und damit auch noch einmal die Aufzeichnung und die Themen all denjenigen anempfehlen, die sich mit dem Einsatz von E-Portfolios insbesondere in der Schule befassen.
Zunächst berichteten Andrea Ghoneim und Klaus Himpsl-Gutermann aus den Projekten EUfolio und ATS2020. EUfolio startete 2013 und hatte zum Ziel die Anwendung von Portfolios in der Schule in fünf europäischen Ländern zu erproben und zu untersuchen. 70 Schulen, knapp 200 LehrerInnen und über 4000 Schüler in fünf europäischen Ländern waren in der Piltophase beteiligt. Im April 2015 fand die Abschlusskonferenz statt. Weiterhin gewährte uns Petra Szucsich Einblicke in die Ergebnisse der "ePortfolio for KidZ - Studie" aus 2014.

Beide Berichte gaben uns einen vertieften Einblick in den aktuellen Stand der Portfolio-Arbeit in Europa mit dem Fokus auf Schule. Die Erfahrungen aus der österreichischen Portfolio-Community sind mir stets hochwillkommen weil sie diese einzigartige Mischung aus wissenschaftlicher Fundierung, Orientierung auf die Praxis und Bezugnahme auf das alltägliche Leben zu verbinden wissen.


Das E-Portfolio als PLE - eine erweiterte Definition

Bemerkenswert schien mir die Definition des E-Portfolios, die im EUfolio-Projekt, - lt. Bericht "nach eingehender Diskussion",  zugrunde gelegt wurde (siehe die Folie 8 in der Präsentation auf http://mahara.eufolio.eu/view/view.php?id=9786):
“E-Portfolios sind dynamische digitale Arbeitsplätze, deren EigentümerInnen die LernerInnen sind. Sie können darin ihr Lernen und ihre Ideen festhalten, haben so Zugang zu ihren Arbeits-Sammlungen, können über ihr Lernen reflektieren, es teilen, sich Ziele setzen, Feedbacks einholen und ihr Lernen und ihre Errungenschaften darstellen.”
Bemerkenswert ist diese Definition deswegen, weil hier weggegangen wird von den "Artfakten" als Kernelement der bisherigen Portfolio-Definitionen hin zum "digitalen Arbeitsplatz", also eine Definition die deutlich in Richtung Personal Learning Environments weist. Man kann sagen, dass *das* Portfolio weniger als ein substantieller Gegenstand und mehr als Umgebung und Prozess definiert wurde. Aber auch die enge Verbindung von Portfolio-Arbeit mit der Definition von Kompetenzen im Projekt, die in diesem Fall wohl notwendig abstrakt als "21st century skills"

08.10.2015

Comunity-Call: E-Portfolio im Dualen Studiengang Pflege - Mi, 14.10.

Das German Chapter der europäischen ePortfolio-Initative - Europortfolio - 
lädt alle Interessierten herzlich ein zum Community-Call:

E-Portfolio im Dualen Studiengang Pflege

Zur Akademisierung der Pflege: Theorie-Praxisverknüpfung mit Hilfe des 
E-Portfolios am Beispiel der HAW Hamburg & der Fresenius Hochschule

Mittwoch, den 14.Oktober 2015, von 18:00-19:30 Uhr

Stattfinden wird das Webinar im Virtuellen Klassenzimmer unter diesem Link:
https://webconf.vc.dfn.de/europortfoliode (bitte als "Gast" anmelden).
Als Vortragende dürfen wir Dipl.-Pflegepäd. Katharina Straß, Christine 
Hoffmann, M.A., Diplom-Ergotherapeutin Birgit Döringer und Olaf Pütz 
begrüßen.
Nähere Informationen unter: 
http://www.eportfolio.eu/community/chapters/germany#

01.10.2015

EuroportfolioDE+AT: E-Portfolios an Schulen. - Einblicke in die E-Portfolio-Arbeit in Schulen

Die Aufzeichnung ist online!

Die Aufzeichnung des Webinars ist über den folgenden Link erreichbar: https://medienbildung.adobeconnect.com/p89g7fdoqpz/
Über Kapitelmarken kann man direkt zu den einzelnen Vortragsteilen springen.

21.09.2015

EuroportfolioDE+AT: Communitycall: 23.9. E-Portfolios an Schulen.

http://www.eportfolio.eu/community/chapters/germany
Am 23. September 2015, 18 Uhr ist das österreichische Chapter von Europortfolio zu Gast beim deutschen Chapter! Schwerpunktthema der Online-Session ist „E-Portfolios an Schulen“, wobei Ergebnisse aus zwei Projekten vorgestellt werden:
  • Andrea Ghoneim von der Donau-Universität Krems wird vom EU-Projekt EUfolio berichten, zu dem sie hier eine übersichtliche Zusammenstellung in deutscher Sprache erstellt hat. Das im April 2015 abgeschlossene Projekt hat in fünf Ländern E-Portfolios an Schulen eingeführt und stellt eine umfangreiche Sammlung an Materialien zur Verfügung.
  • Petra Szucsich vom ZLI der PH Wien wird die österreichische Studie „ePortfolio for KidZ 2014″vorstellen. Knapp zehn Jahre, nachdem auf Initiative der Salzburg Research Forschungsgesellschaft erstmals E-Portfolios in Österreich ein Thema wurden, gibt die Studie einen Überblick über den E-Portfolio-Einsatz an Österreichs Schulen. In Einzelfallstudien werden besonders gelungene Beispiele vorgestellt, auch mit der Möglichkeit, in einzelne E-Portfolios direkt Einblick zu bekommen.
Moderiert wird die Session von Klaus Himpsl-Gutermann vom ZLI, der zusammen mit Andrea Ghoneim und Peter Groißböck (PH Niederösterreich) das Austrian Chapter von Europortfolio koordiniert.

19.08.2015

Qualitätsentwicklung im E-Learning durch Neuregelung des Lehrdeputats?

An der Universität Potsdam kommt in diesem Sommer ein Projekt in Bewegung, dass ich schon lange auf meiner Wunschliste habe: Eine Regelung für die Lehrverpflichtung  (auch: "Deputatsregelung") auf den Weg zu bringen, welche die Gleichwertigkeit von Online-Lehre und Präsenzlehre klarstellt. Das soll denjenigen Lehrenden helfen, die vor der Frage stehen, "Kann ich mit Online-Formaten meine Lehrverpflichtung erfüllen oder darf ich es nur als Zusatzangebot bereitstellen?" - die Praxis ist hier vielfach schon weiter, gleichzeitig herrscht bei vielen Lehrenden Unsicherheit darüber.  Die Hoffnung ist, dass durch die Klarstellung der grundsätzlichen Möglichkeit, E-Learning als "vollwertige" Lehre zu berechnen, sich mehr Lehrende für komplexere Szenarien interessieren und diese einsetzen. Auch bei uns stellt sich die Lage so dar, wie sie dem Hörensagen nach (öffentliche Zahlen dazu sind Mangelware) in den allermeisten anderen Hochschulen vorliegt. Das heisst neun Zehntel der E-Learning-Nutzung besteht aus der Verbreitung von Ressourcen und Nachrichten (was btw. *nicht* "Blended Learning" ist...), die interaktions- und aktvitätsorientierte Nutzung der Technologien bleibt marginal.
Typisch für so ein E-Learning Vorhaben in der Hochschule ist die Verbindung von zwei Fragestellungen die gleichzeitig gelöst werden müssen:
  • Einmal ist da die Frage nach der Gleichwertigkeit von Präsenz und Online-Lehre. Damit direkt verbunden ist die Frage nach der Qualität von Lehre überhaupt, deren Definition, Operationalisierung und Evaluation.
  • Zum anderen geht es um die Frage wie im Handlungsfeld einer Hochschule die Regelungs- und Steuerungsmechanismen aussehen, durch welche eine Änderung in der Organisation stattfindet und wie man diese in Bewegung setzen kann.
Die Deputatsregelung berührt also die Kernfrage, wie Qualität im (= "für und durch")  E-Learning mit den Mitteln der hochschulischen Organisation hineingetragen, gefestigt, mehrheitsfähig und zu gelebter Praxis gemacht werden kann.

Die Gleichwertigkeit von Präsenz und Online-Lehre

Die ehrlichste aber unbefriedigendste Antwort auf die Frage: "Ist E-Learning genauso gut wie Präsenzlehre?" lautet "Es kommt drauf an." Zumindest scheint das das Ergebnis der meisten Versuche, generelle Aussagen zur "Wirksamkeit" von E-Learning zu machen. Und es ist ja auch schlicht evident, dass die Qualität einer Lehrveranstaltung nicht am Einsatz von Medienformaten und medienspezifischen Methoden festgemacht werden kann. Und sowieso eigentlich nicht gemessen werden kann. Und schließlich wissen wir das auch alle.
Allerdings erzeugt diese offenkundige Antwort ebenso evidente Folgefragen, beispielsweise  "Auf was kommt es dann an?", "Wie lässt sich dieses Etwas beschreiben und können Kriterien und Indikatoren identifiziert werden?". Schließlich: "Kann aus der Beschreibung von Qualität eine Empfehlung zum Erreichen von Qualität

30.06.2015

Veranstaltungsankündigung: Europortfolio German Chapter Community Call - Lehrportfolios in der Weiterbildung 9. Juli 2015, 18.00 - 19.30

Das German Chapter der europäischen ePortfolio-Initative - Europortfolio -
lädt alle Interessierten zum Online-Community-Treffen zum Thema:

Lehrportfolios in der hochschuldidaktischen Weiterbildung

am Donnerstag, den 09. Juli 2015
von 18.00 bis 19.30 Uhr

in Adobe Connect https://webconf.vc.dfn.de/europortfoliode
(einfach als "Gast" anmelden, der Meetingraum unter wird kurz vor dem Treffen geöffnet. )

Lehrportfolios gelten als wichtiges Instrument zur Reflexion und Darstellung von Lehrkompetenzentwicklung. Um der Lehre in Berufungsverfahren ein hohes Gewicht zu geben, empfiehlt auch der Wissenschaftsrat den Einsatz von Lehrportfolios. Wie unterschiedlich sie in der hochschuldidaktischen Weiterbildung genutzt werden können, zeigen Thomas Czerwionka und Oliver Tacke mit Nutzungsszenarien an der TU Braunschweig und Timo van Treeck mit der Umsetzung an der Fachhochschule Köln. Wir werden gemeinsam auch verschiedene Aspekte bei der Einführung von Lehrportfolios reflektieren.

Weitere Details entnehmen Sie bitte der Projektseite, auf der Sie auch über den Button „Join us” (oben) dem Europortfolio German Chapter beitreten können.